Pflanzen sind Lebewesen, die eine unverwechselbare „Seele“ in sich bergen. Beobachten, Tasten, Fühlen, Schmecken, Riechen, Umsorgen und Hegen bringt uns mit ihrem Wesen in Kontakt.
So versetzt uns die Einzigartigkeit der Natur immer wieder aufs Neue ins Staunen. Im Wahrnehmungsgarten wird die Achtsamkeit geschult. Die wellenförmigen Beete entlang eines geschwungenen Weges geben dem Auge Rhythmus und Struktur. Erster Blickfang sind von Schwemmholz aus der Au zusammengefügte, zum Teil sogar begehbare Objekte.
Aus Metall geformte Bilderrahmen auf Stäben in unterschiedlichen Höhen und Größen zeigen, je nach Standort des Betrachters, immer andere Szenarien. Heimische Blütenpflanzen weben feingliedrige Farbbilder in allen Nuancen. Stachelig und flauschig, glatt und rau, hart und weich, samtig und seidig sind unterschiedliche Fühlerlebnisse beim Berühren von Blättern, Blüten, Stängeln oder Samenständen.
Wollziest, Hunds- oder Wildrose, Topinambur, Hornveilchen, Thymian, Baldrian, Muskatellersalbei oder Maiglöckchen sind auf hügeligen Beeten greifbar nahe.
FLORA‘s WELTEN
Andrea Rauscher
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